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Familie

rettungsschirmfuersuedtirolerfamilie webiste wFamilie ist die Urform des Zusammenlebens, das Kostbarste im Leben eines Menschen, in welcher Form auch immer! Deshalb haben wir diese kleinste Gesellschaftsform zum Großprojekt des Landes und zum zentralen Thema unserer Arbeit erklärt. Es gibt viele Baustellen in der Familienpolitik, die BürgerUnion will sie alle angehen.

So haben wir einen Rettungsschirm für Familien ausgearbeitet, der die Familien unterstützen, fördern und erhalten soll. Im Wesentlichen beinhaltet dieser Rettungsschirm die Gleichstellung der Privatangestellten an jene im öffentlichen Dienst, echte Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung, Anerkennung der Erziehungs- und Pflegezeiten als Rentenjahre, die Aufwertung der Familienarbeit, sprich Beruf Hausfrau und den BürgerScheck zur Kaufkraftstärkung von Familien. Zudem wollen wir eine neue Art der Familienpolitik, wo sich nicht die Familien an der Politik sondern die Politik an den Familien orientieren soll. Dazu fordern wir ein echtes Familienpaket sowie die Prüfung auf Familientauglichkeit sämtlicher neuer Landesgesetze.

Abseits von diesen großen Vorhaben kämpfen wir auch für die Lösung der vermeintlich kleinen, alltäglichen Probleme der Südtiroler Familien. So setzen wir uns etwa für Gratiskindergarten oder vergünstigter Familientarife ein, begleiten und betreuen Familien bei bürokratischen Hürdenläufen und stehen ihnen bei ihren Sorgen und Nöten bei. 

Die Familie darf nicht zur Armutsfalle werden und Kinderkriegen darf nicht weiterhin mit finanziellen und beruflichen Nachteilen verbunden sein.

  • Die Geburtenrate sinkt ständig, mit 10,4 Neugeborenen je 1.000 Einwohnern ist sie aktuell die niedrigste seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen – die Geburtenziffer liegt statistisch bei 1,55 Kindern je Frau – für den Erhalt des Bevölkerungsstandes müsste sie bei 2,1 liegen.
  • 17 Prozent der Südtirolerinnen und Südtiroler, also über 78.000 Menschen sind laut Astat armutsgefährdet.
  • Rund 40.000 Familien/Haushalte sind in Südtirol armutsgefährdet
  • Besonders Familien mit drei oder mehreren Kindern gelten als armutsgefährdet – rund 34,9 Prozent dieser Familien, so das Astat.
  • Die privaten Haushalte sind im Schnitt mit rund 22.700 Euro verschuldet, von 2003 bis 2013 ist die Verschuldung um 70 Prozent angestiegen, die Südtiroler Familien leben auf Pump.
  • Die Familien werden im Jahr 2012 aufgrund der Sparmaßnahmen und Belastungspakete der römischen Regierung sowie einer falschen Familien- und Sozialpolitik des Landes 3.000 Euro weniger in den privaten Haushaltskassen haben.
  • Den Südtiroler Familien fehlt im Durchschnitt ein Monatslohn im Jahr, um halbwegs über die  Runden zu kommen und im Jahr 2015 werden noch 2 Monatslöhne zusätzlich fehlen.
  • Jeder fünfte Arbeitnehmer in Südtirol verdient weniger als 1.000 Euro im Monat, die Hälfte der Südtirolerinnen und Südtiroler verdient weniger als 1.600 Euro im Monat.
  • Die Südtiroler Landespolitik macht Politik vorwiegend für die reichen Lobbys und Geldseilschaften. Die Südtiroler Arbeiter und Angestellten sind in fast jeder Hinsicht benachteiligt: Sie erhalten mit die geringsten Löhne im europäischen Vergleich, sie zahlen die meisten Steuern und Abgaben, sie sehen sich einer enormen Preisentwicklung ausgesetzt und erhalten die niedrigsten Renten.
  • Auch der Arbeitsmarkt in Südtirol ist nicht mehr so rosig, Billigarbeitskräfte aus dem Ausland sorgen für eine angespannte Situation, die Jugendarbeitslosigkeit steigt an.
  • Die hohen Lebenshaltungskosten bringen die Südtirolerinnen und Südtiroler in immer größere Schwierigkeiten, die Südtiroler Landespolitik schaut tatenlos zu.
  • Man kann sich heute mit dem Lohn um 15 Prozent weniger kaufen als noch vor 15 Jahren. Allein zwischen 2002 und 2010 hat die Kaufkraft einer Arbeiter- und Angestelltenfamilie laut einer Ires-Studie insgesamt um 3.118 Euro abgenommen, rechnet man dies angesichts der Steuer- und Preiserhöhungen auf 2015 hoch, kommt man mittlerweile auf einen Kaufkraftverlust von rund 5.456 Euro. Man braucht sich nur die gestiegenen Lebensmittel- und Immobilien kosten sowie die Energiekosten anschauen, um zu verstehen, dass die Reallohnentwicklung mehr als negativ ist.
  • Die Lebensmittel- und Wohnungskosten bringen die Südtiroler Familien immer stärker unter Druck. Die Lebensmittel-Preise sind seit 2002 um 169 Prozent gestiegen, die Kosten für Wohnungsmieten oder Wohnbaudarlehen bringen viele Familien in finanzielle Nöte. 
  • Laut Astat geben die Südtiroler immer weniger für Lebensmittel aus, weil sie die hohen Preise nicht mehr bezahlen können. Steuererhöhungen und höhere Benzin- und Dieselpreise sowie höhere Heizkosten sorgen zusätzlich dafür, dass die fast gleich gebliebenen Löhne nicht mehr ausreichen.
  • Viellfach müssen beide Eltern berufstätig sein, um die hohen Belastungen finanzieren zu können.
  • Eltern (in der Regel Mütter), die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren vollständig zu Hause betreuen, haben finanzielle Einbußen und Nachteile bei der Rentenberechnung hinzunehmen, außer sie arbeiten in der öffentlichen Verwaltung.
  • Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren zu Hause betreuen und somit die von der öffentlichen Hand finanzierten Kinderbetreuungseinrichtungen nicht in Anspruch nehmen, erhalten kein Betreuungsgeld als Ausgleich.

orangschirm klDer Rettungsschirm für die Südtiroler Familien und Arbeitnehmer

Statt eines Alibigesetzes das den Namen Familiengesetz erhält, ohne ihn zu verdienen, braucht es ein Gesetz und gesetzliche Maßnahmen als Rettungsschirm für die Südtiroler Familie:

  • Der Bürgerscheck als einmalige Jahreszahlung aus dem Landeshaushalt zwischen 500 und 1.000 Euro je Einkommen um den Kaufkraftverlust 2012 und 2013 einigermaßen aufzufangen (eine Maßnahme, die das Land Südtirol treffen könnte).
  • Ein monatliches Betreuungsgeld für die Familien, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen, in der Höhe zwischen 500 und 1.000 Euro je Familie bis zum 6. Lebensjahr.
  • Mütterrente bzw. Elternrente für Angestellte der Privatwirtschaft – Gleichstellung mit Angestellten im öffentlichen Sektor. Für Selbständige Maßnahme zur Anrechnung der Erziehungsjahre für die Rente (eine Maßnahme, für die das Land Südtirol die Grundlage legen könnte und die es selbst treffen könnte – für die es derzeit aber auch staatliche Maßnahmen bräuchte.)
  • Niedrigeres Renteneintrittsalter für Mütter und Väter - 4 Jahre niedrigeres Renteneintrittalter für Mütter und 2 Jahre für Väter (Angestellte und Selbständige)- das bedeutet höheres Renteneintrittsalter nur für Kinderlose – (eine Maßnahme, für die derzeit leider ausschließlich der Staat zuständig ist, für die der Landtag aber mit Begehrensanträgen oder Begehrensgesetzentwürfen die Grundlage legen sollte)
  • Günstige bis kostenlose Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder berufstätiger Eltern
  • Familienbetreuungs-Pauschale für Eltern die berufstätig sind und deren Kinder von nahen Verwandten betreut werden.
  • Entlastungsmaßnahmen (Gratiskindergarten) sowie Befreiung eines familientauglichen Fahrzeuges von der Autosteuer, Befreiung aller schulpflichtigen Kinder von Eintritten in Landes- und Gemeindeeinrichtungen, bessere Familientarife bei Müll, Strom, Wasser und Abwasser, Fernheizwerken, öffentlichen Verkehrsmitteln, Mensa auch für Kinder der Angestellten; Familienhelferin für Familien mit mehreren Kindern, oder in Krisensituationen (Trennung, Krankheit),Eltern-Urlaub , d.h. alle 4 Jahre vom Land Südtirol bezahlter einwöchiger Urlaub oder aufgeteilt auf 3 Wochenenden.

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